Vortrag von Roland Roth, Wetterwarte Süd, und Ewald Schuler, Inzigkofen

Mo, 15. Juni 2020
18:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Klimawandel im Raum Sigmaringen
Phänomene und Trends der lokalen Wetterbeobachtung
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Beschreibung

Der Klimawandel ist auch im Sigmaringer Raum mit einem Anstieg der Jahrestemperaturen, vermehrten Wetterextremen und nicht zuletzt wiederkehrenden und vielfach über Wochen anhaltenden Dürreperioden angekommen. Roland Roth, Gründer und Leiter der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried, und der Inzigkofer Wetterbeobachter Ewald Schuler stellen am Montag, 15. Juni 2020, 18 Uhr, in einem Lichtbildervortrag unter dem Titel „Der Klimawandel im Raum Sigmaringen“ Phänomene und Trends der lokalen Wetterbeobachtung vor. Corona-bedingt findet der Vortrag nicht, wie ursprünglich geplant, öffentlich im Bürgersaal des Rathauses Inzigkofen statt, sondern wird über livestream unter https://www.kath-sigmaringen.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?artikel=121754&cb-id=12142304&m=96539 ausgestrahlt.


Zu der virtuellen Veranstaltung laden die Bildungswerke Inzigkofen, Sigmaringen und Laiz-Leibertingen, das Bildungszentrum Gorheim und die Evangelische Erwachsenenbildung Sigmaringen in Kooperation mit dem Bild- und Tonstudio Sigmaringen ein. Dr. Edwin Ernst Weber und Bernd Joachim Eck vom Bildungswerk Inzigkofen werden die Veranstaltung moderieren und geben auch gerne Fragen an die beiden Referenten weiter, die Interessierte unter Email edwin.ernst.weber@gmx.de einreichen können.


Seit 1968, dem Beginn der Aufzeichnungen der Wetterwarte Süd, ist die Temperatur in unserer Region im Jahresmittel um rund 1,5 Grad gestiegen. Zum Vergleich: In der letzten Eiszeit war es knapp 5 Grad kälter, also gar nicht so viel, wie manche meinen. In Ravensburg ist es heutzutage in etwa so warm wie vor 30 Jahren im beinahe 200 Meter tiefer gelegenen Freiburg. Im Breisgau wiederum nähern sich die Temperaturen immer mehr den norditalienischen Verhältnissen der 1980er Jahre an.


Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, wodurch das Niederschlagspotenzial bei entsprechender Wetterlage größer ist. Die Luftmassen sind, vereinfacht gesagt, energiegeladener. Dabei nehmen die Wetterextreme jedoch in alle Richtungen zu: Dürre und Überschwemmungen gehören genauso zum Klimawandel wie unerträgliche Hitze, eiskalte Perioden und Spätfröste. Seit etwa zehn Jahren lässt sich zudem feststellen, dass die Großwetterlagen beständiger werden, das heißt wir haben längere Zeit trockene Hochdrucklagen, aber auch länger anhaltend feucht-kühles Wetter. 2018 wurde uns in Erinnerung gerufen, wie wertvoll und kostbar Wasser ist und wie schön Regen sein kann. 2019 ging die wärmste Dekade seit der regelmäßigen Wetter- und Niederschlagsmessung zu Ende. Viele Menschen sind auf der Flucht, weil in ihrer angestammten Heimat ein Leben durch die veränderten Klimabedingungen kaum noch möglich ist. Es geht mittlerweile um eine grundlegende Änderung der klimatischen Verhältnisse auf der Erde, um die Verschiebung ganzer Klimazonen.


Abbildung:

Roland Roth, der Gründer und Leiter der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried (Foto: Katja Korf, Vorlage: Wetterwarte Süd)

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Veranstaltungsort
Livestream
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Kosten

Eintritt frei, Spenden erbeten

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Veranstalter
in Kooperation mit den Bildungswerken Laiz-Leibertingen und Sigmaringen, dem Bildungszentrum Gorheim und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sigmaringen
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