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Dietfurt

Geschichte

Der Name Dietfurt deutet auf eine Furt durch die Donau hin, die vom Volk (Diet) benutzt werden durfte. Die Furt ist heute noch in etwa zu erkennen, ungefähr 110 Meter unterhalb der Brücke. Wann in Dietfurt die erste Brücke gebaut und wie oft Brücken vom Hochwasser weggerissen wurden, ist nicht bekannt. Bis 1959 waren es Holzbrücken. Die erste Betonbrücke wurde 1959/60 erbaut.
Der Ortsname Dietfurt wird erstmals im Jahr 1095 genannt, als die Brüder Heinrich, Eberhard und Hermann von Dietfurt als Zeugen bei der Gründung des Klosters Alpirsbach auftraten.

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1132 starb das Geschlecht der Herren von Dietfurt aus. 1210 erbte Heinrich von Neuffen Dietfurt, 1253 war es als Reichslehen im Besitz des Turchsessen von Rohrdorf, kam 1274 an den Grafen Mangold von Nellenburg und um 1300 in den Besitz der Herren von Reischach.
Diese konnten ihren Besitz durch Käufe vergrößern und zu einer kleinen Herrschaft ausbauen, zu der außer Dietfurt die Dörfer Vilsingen, Inzigkofen und Pault gehörten. 1367 wurde die Herrschaft Dietfurt mit der reischachischen Herrschaft Jungnau vereinigt. 1421 verkauften die Brüder Egg und Heinrich von Reischach die Herrschaft Dietfurt um 2500 fl. an die Gräfin Anna von Werdenberg. Nach dem Aussterben der Werdenberger kam Dietfurt 1534 im Erbgang an die Grafen von Fürstenberg, verblieb aber als Amt Dietfurt bei der Herrschaft Jungnau. Durch die Rheinbundakte wurde die Herrschaft Jungnau im Jahre 1806 unter die Herrschaft des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen gestellt. Als 1840 das Obervogteiamt Jungnau mit dem Oberamt Sigmaringen vereinigt wurde, wurde Dietfurt dem Gemeindeverband Vilsingen angegliedert. Jahrzehntelang dauerten die Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Weiler Dietfurt und der Gemeinde Vilsingen, die dahin entschieden wurden, dass die Dietfurter ihre Angelegenheiten durch einen eigenen Verwaltungsrat entscheiden und auch eine eigene Rechnung für Dietfurt führen durften. Erst am 01. April 1936 wurde Dietfurt voll nach Vilsingen eingemeindet.

Die ehemalige Burg Dietfurt ist im 11.  Jahrhundert erbaut worden. Von ihr steht heute nur noch ein Teil des Turmes und Reste einer in östlicher Richtung verlaufenden Mauer. Wann die Burg zerstört  wurde oder verfallen ist, liegt im Dunkeln. Zu einer Burg gehörten früher ein Bauernhof, Wald, Fischwasser und eine Mühle, damit sich die Burgbewohner selbst ernähren konnten. Dies alles treffen wir in Dietfurt sehr deutlich auf engstem Raum an. Schon 1460 wird eine Mühle am Burgfelsen genannt. Aus einem Lehenbrief aus dem Jahre 1825 geht hervor, dass die ganze Gemarkung Dietfurt ein Erblehengut bildete, das Jakob Schönbucher innehatte. 1850 gingen die Felder und 1860 die Wälder dieses Erblehengutes in den Besitz der Dietfurter Bauern über.

Bild: So könnte die Ruine vor ihrem Zerfall ausgesehen haben. (Zeichnung: A. Hauptmann)

 

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